Finanzcoaching- und Präventionsangebote

Wenn junge Menschen nach der Höhe ihres monatlichen Taschengeldes gefragt werden, wird nicht selten ein Betrag von über 100 Euro und mehr angegeben: „Allein für Hamburger gebe ich monatlich 60 Euro aus!“ Zusätzlich finanzielle Unterstützungen durch die Großeltern, aber auch durch Nebenjobs ermöglichen den Jugendlichen zwischen 6 und 19 Jahren einen jährlichen Umsatz von 1.800 Euro, so eine Studie des Bundesverbands der Verbraucherzentralen. Hinzu kommen Tausende von Euro bei denen Minderjährige als Multiplikatoren das Einkaufsverhalten ihrer Eltern direkt oder indirekt beeinflussen. So bewegen sich junge Menschen zunächst finanziell abgesichert im Rahmen ihrer familiären Netzwerke.

Mit Eintritt in das Berufsleben und einer Lösung vom Elternhaus, erhält das monatlich zur Verfügung stehende Geld eine existenzielle Bedeutung. Man muss mit dem Geld auskommen, das man monatlich verdient. Das erste Auto, die erste Wohnung oder die erste Reise ohne die Eltern. Alles will bezahlt werden.

Zur Förderung der Finanzkompetenz können Fachkräfte aus der Schuldnerberatung in Gruppen und Schulklassen seit dem Jahr 2012 vom Landkreis Osnabrück über Sondermittel finanzierte Finanzcoaching- und Präventionsangebote  anbieten:

Das vom Landkreis Osnabrück finanzierte Angebot beinhaltet

Unterrichtsangebote

für Schüler und Schülerinnen ab der 8. Klasse: Die Inhalte des Unterrichts wurden den Lehrkräften durch den Berater in einem Erstgespräch vorgestellt und gegebenenfalls den Wünschen der Schule individuell angepasst. Der Unterricht findet in Einheiten von 2 x 45 oder 4x45 Minuten statt. Virtuelles Einkaufen im Internet, Risiken bei Handyverträge, das Führen eines Haushaltsbuchs oder mögliche Folgen einer Bürgschaft, stehen stellvertretend für die Vielzahl von Themen, die im Rahmen des Präventionsunterrichts angeboten werden.

Eltern-Veranstaltungen

Thema Taschengeld: Persönliche Erfahrungen beim Umgang mit Geld, sowohl in Bezug auf die eigene Kindheit, als auch zum Erziehungsalltag, können geäußert und mit anderen Eltern im Gespräch vertieft werden. Daneben werden Erfahrungswerte zur Höhe eines altersabhängigen Taschengeldes vorgestellt.

Thema Familienbudget: In jeder Familie wird über Geld gesprochen, insbesondere wenn es einmal wirtschaftlich eng wird. Um dann eine gute Gesprächsgrundlage zu haben ist es sinnvoll die Einnahmen und Ausgaben aufzuschreiben. Aber jede Packung Milch? Was muss ich unbedingt aufschreiben um gute Ergebnisse zu haben? Am Ende des Erfahrungs- und Informationsaustausches steht die Erkenntnis, das unterschiedliche Wege zum Ziel führen, wenn sie zielgerichtet begonnen werden.

Multiplikatoren-Schulungen

Wir bieten allen Gruppen, die aufgrund ihrer beruflichen, neben- oder ehrenamtlichen Tätigkeit einen besonderen Informationsbedarf haben, Fortbildungen von 2 x 45  Minuten an. Themen können z.B. Schuldrecht, Insolvenzrecht, Entschuldungsstrategien oder Arbeitshilfen zur Budgetplanung sein. Andere spezielle Themenwünsche können abgesprochen werden.

Kontakt

Schulische Angebote: Peter Turks 05422/9400-62 (peter.turks@dw-osl.de)

Eltern- und Multiplikatoren: Manfred Poscher 05401/88089-50 (manfred.poscher@dw-osl.de)