27.06.2017

Perspektive für das Café Mandela - Evangelische Stiftungen verlängern Finanzierung für Flüchtlingstreff am Rosenplatz

Johannes Andrews (li.) und Hinrich Haake

Johannes Andrews (li.) und Hinrich Haake

Osnabrück. Das Cafe Mandela, die niedrigschwellige Anlaufstelle der Diakonie für geflüchtete Menschen im Rosenplatzquartier, kann weiterarbeiten. Ursprünglich war die Finanzierung durch die Evangelischen Stiftungen Osnabrück auf 2 Jahre begrenzt. Dies hätte das Aus für den Flüchtlingstreff zum Ende dieses Jahres bedeutet. Jetzt verlängerten die Evangelischen Stiftungen die Laufzeit der Zuwendungen gleich um weitere 3 Jahre, weil der Unterstützungsbedarf für geflüchtete Menschen nach wie vor hoch ist und davon auszugehen ist, dass dies in der nächsten Zeit so bleiben wird.

Das Cafe Mandela arbeitet seit Anfang 2016 mit einem Konzept, das vor allem darauf setzt, eine Hilfsstellung oder Beratung ohne Hürden aufzubauen. Täglich kommen bis zu 50 Besucher mit Migrationshintergrund in die Einrichtung, vor allem Geflüchtete aus Syrien und Afrika. Viele von ihnen besuchen den Treffpunkt einfach, um Kontakte zu pflegen, Tee oder Kaffee zu trinken und das freie WLAN zu nutzen. Die meisten Besucher aber haben konkrete Anliegen wie Wohnungssuche, rechtliche Fragen, Behördenprobleme, Jobsuche und vor allem den Wunsch nach Hilfe beim Erlernen der deutschen Sprache. Sie werden begleitet und betreut von vier hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die Hauptamtlichen sorgen für professionelle sozialpädagogische Beratung und Betreuung, die Ehrenamtlichen stehen vor allem als Sprachpaten zur Verfügung. Ergänzende Finanzierungen durch Dritte machen es u.a. möglich, dass die inzwischen über 40 Sprachpaten fundierte Unterstützung bei ihrer ehrenamtlichen Hilfe für Geflüchtete finden.

Johannes Andrews, Vorstand der Evangelischen Stiftungen Osnabrück, zeigt  sich überzeugt, dass der gewährte Zuschuss gut angelegt ist. „Am Anfang hat uns die Diakonie mit ihrem Konzept für das Café Mandela überzeugt, jetzt waren wir beeindruckt, wie stark das Projekt im Quartier und bei den betroffenen Menschen Fuß gefasst hat“. Hinrich Haake, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, das Träger  des Café Mandela ist, äußerte sich vor  allem erfreut über die Entscheidung der Evangelischen Stiftungen, die Projektfinanzierung gleich bis 2020 zu verlängern. „Die Stiftungen unterstützen hier eine Einrichtung, die sich als Anlaufstelle für geflüchtete Menschen wirklich bewährt hat und unbedingt weiterlaufen sollte.“ Einen Wunsch schob Haake noch nach. „Ich würde gerne noch weitere Sponsoren und Unterstützer für das Café Mandela finden, dann könnten wir die Öffnungszeiten noch mehr ausweiten. Die Nachfrage dafür ist jedenfalls da.“