11.10.2017

5040 Euro für das Repair-Café - Spende der L+T-Stiftung

Finanzspritze für die Hilfe zur Selbsthilfe im Café Oase (von links): L+T-Marketingchef Bernhard Fischer, Horst Holtgrefe und Gerd Diekherbers vom Repair-Café, Freiwilligenmanagerin Monika Förster, Suchtberatungsstellenleiterin Ulrike Sensse und Diakonie-Geschäftsführer Hinrich Haake. Foto: Egmont Seiler

Finanzspritze für die Hilfe zur Selbsthilfe im Café Oase (von links): L+T-Marketingchef Bernhard Fischer, Horst Holtgrefe und Gerd Diekherbers vom Repair-Café, Freiwilligenmanagerin Monika Förster, Suchtberatungsstellenleiterin Ulrike Sensse und Diakonie-Geschäftsführer Hinrich Haake. Foto: Egmont Seiler

Mit einer Zuwendung über 5040 Euro unterstützt die L+T-Stiftung das seit März 2015 an jedem letzten Donnerstag im Monat stattfindende Repair-Café im alkohol- und drogenfreien Treffpunkt Oase an der Lohstraße.

Nicht nur Dinge reparieren, sondern auch das Bewusstsein schärfen für langlebige, nachhaltige Anschaffungen, die reparaturfähig sind: Dafür steht die Idee der bundesweit vernetzten Repair-Cafés, die Hilfe zur Selbsthilfe anbieten, wenn Alltagsgegenstände oder Geräte nicht mehr richtig funktionieren. Im Café Oase sind es inzwischen 27 ehrenamtlich tätige Experten, die gegen Spenden mit Fachwissen, vornehmlich Rat und gegebenenfalls auch Tat zur Seite stehen, wenn etwa der alte Kassettenrekorder oder Diaprojektor nicht mehr richtig läuft, Dinge am Fahrrad kaputt sind, der Computer Probleme macht, Textilien geflickt oder Modeschmuck wieder tragfähig gemacht werden soll.

In der hauseigenen Werkstatt in den Kellerräumen des Cafés wird dann geleimt, gelötet, gebohrt, geschraubt und noch vieles mehr. Dabei soll ohne jede Haftung und Gewährleistung der Funktionsfähigkeit so viel wie möglich von den Besuchern selbst durchgeführt werden. Die fachkundigen Helfer liefern Anleitungen, Tipps und Tricks und stellen das dafür notwendige Wissen und Werkzeug bereit, das aufgrund der zunehmenden Vielfalt der zu reparierenden Gerätschaften und Verschlussarten immer wieder erneuert und auf den neuesten Stand gebracht werden muss. Dafür und für eine sichere Lagerung in abschließbaren Schränken kommt die Finanzspritze des Modehauses gerade recht. Das Geld soll aber auch für die Wertschätzung der nicht nur mit „hoher Kompetenz“, sondern auch mit „viel Herzblut“ arbeitenden Freiwilligen verwendet werden – etwa in Form von Geburtstagsgeschenken oder Feierlichkeiten, betont Monika Förster von der Diakonie.

Nicht nur das reparierte Gerät, sondern auch eine „neue Einstellung“ sollten die Besucher mit nach Hause nehmen, sagt Bernhard Fischer vom Modehaus L+T, das ebenso für qualitätsbewussten nachhaltigen, also „nicht wilden“ Konsum stehe. In vielen Geräten seien „bewusst Schwachstellen eingebaut“, um nach Ablauf der Garantie zum Neukauf zu animieren, gibt Dirk Diekherbers zu bedenken, der sich seine langjährige Berufserfahrung als Fernmeldetechniker nun im Repair-Café zunutze macht. Die aufzudecken und damit oft über Jahre und Jahrzehnte lieb gewonnene Schätzchen vor dem Wegschmeißen zu bewahren, hat nicht nur er sich zur neuen Aufgabe gemacht.

Neue Osnabrücker Zeitung, 06.10.2017